Die Hoodoos von Bryce Canyon – Reisebericht

Bryce ist cool – wortwörtlich, denn das Wechselspiel aus warmen Tagen und frierenden Nächten hat diese Landschaft geformt. Ein klares Highlight auf unserer Tour war dieser nicht-Canyon den wir trotzdem weiterhin Bryce Canyon nennen. Nachdem er auf einer Höhe zwischen 2400 und 2700 Metern liegt ist es auch im Sommer “angenehm” kühl (siehe bei den Tipps). 

Bryce liegt zwar nicht besonders abgelegen aber ist praktisch auf dem Weg wenn man die klassische Zion > Bryce > Grand Canyon Runde macht und wir empfehlen ihn als Zwischenstopp eher, als ein eigenständiges Ziel.

Über Bryce selbst und den Hoodoos kann man sich ja sehr gut auf den offiziellen Seiten informieren, aber wir möchten doch auch ein paar Tipps von den Locals verraten – später 😊. 

Der Campingplatz – Ruby’s Inn RV Park

Bryce Canyon ist natürlich einer der populärsten Nationalparks (oder genauer National Monument) und durch die Besonderheit der Geographie sind die Camper-Stellplätze nicht so üppig vorhanden. Deshalb mussten wir auf einen Campingplatz außerhalb des Parks ausweichen. Dieser ist praktisch vor den Türen von Bryce Canyon – Ruby’s Inn.

Ruby’s Inn ist nicht nur ein Campingplatz, sondern eine ganze Ferienanlage mit Hotel, mehreren Restaurants, Tankstelle und Shops. Also nichts außergewöhnliches – bis auf die Geschichte. Ruby’s Inn gibt es schon länger als den Nationalpark und die Gründer haben früh erkannt dass Bryce interessant für Touristen sein könnte. Deswegen haben sie ein Hotel und Touren aufgebaut – direkt an den Klippen zu Bryce Canyon. Als dann 1923 das National Monument ausgerufen wurde mussten sie umziehen. 

Die Anlage an sich ist jetzt nichts besonderes, aber die Plätze sind geräumig und es ist relativ ruhig, weil die Straße nur in den Park führt und da ist Abends nicht so viel los.
Es gibt Waschmaschinen und Trockner direkt neben der Rezeption und wie schon beschrieben allerhand Restaurants und gut ausgestattete Shops.

Idealerweise ist auch der Bryce Canyon Shuttle Stop direkt neben dem Campround – denn der Busdienst ist eine gute Alternative um den Park zu erkunden, da die Parkplätze auch spärlich sind – besonders im Sommer.

Bryce Canyon Busroute und Rainbow Point Shuttle Tour

Der Shuttle in Bryce ist im Eintritt zum Park enthalten und fährt auch recht regelmäßig zwischen den Hauptattraktionen – den Campingplätzen und Viewpoints. Ein besonderes Schmankerl ist aber die “Rainbow Point Shuttle Tour” die in den Frühjahr-Sommermonaten ab April 2x pro Tag für 3 Stunden bis zum äußersten Punkt der Straße fährt und dann alle Viewpoints abfährt.

Der Busfahrer erzählt auf der Tour viele interessante Geschichten zu Bryce, der Geologie und mehr und es ist eine Entspannte Art die entlegeneren Teil von Bryce zu sehen.

Man muss die Tour im Voraus reservieren (praktischerweise bei Rubys Inn) und kann dann auch direkt dort einsteigen. Mehr infos gibt es hier auf der National Parks Webseite

Wir haben dann auf dem Rückweg die Morgen-Tour am Sunset Point beendet und sind dann in den Navajo Loop Trail. So hatten wir beides – eine Tour und noch genug Zeit für einen Spaziergang.

Bryce Canyon zu Fuß – Der Navajo Loop Trail

Es gibt einige Wanderwege in Bryce die schön und einfach zu wandern sind. Der bekannteste ist der Navajo Trail. Er führt hinunter zu den Hoodoos (den Erdpyramiden) und kann um weitere kleine Wege erweitert werden um noch spezielle Formationen zu sehen. Berüchtigt ist der Weg auch wegen seiner finalen Steil-Passage. Die kann man aber einfach umgehen — indem man den Rundweg verkehrt herum läuft. So steigt man in der Zig-Zag Passage ein runter zur Wall Street und kann dann am Ende eine “normale” Steigung hoch zum Plateau. 


Nachdem ein Teil des Loops gesperrt war, sind wir zuerst den normalen Einstieg bis zu einem Aussichtsplattform gegangen und dann hinunter wie ihr im video sehen könnt.

Für alle VR Fans gibt es die Wanderung auch als 360° Video – einfach eintauchen in Bryce Canyon.

Tipps

Sunset- und Sunrise Point

Der Sunset- und Sunrise Point sind nicht die richtigen Orte für den Sonnen-Untergang bzw -Aufgang. 😳 Die Namen wurden irgendwann vergeben und keiner weiß genau wieso, denn für den Sonnenuntergang ist man am besten irgendwo bei den weiter im Park gelegenen Viewppoints (nur mit Auto zu erreichen) — und für den Sonnenaufgang empfehlen wir Bryce Point und Inspiration Point. Sonnenaufgang ist hier weitaus schöner – aber nachdem wir mit dem Wohnmobil nicht in den Park fahren wollten hatten wir nicht die Chance den zu fotografieren.


Tipp für die richtige Kleidung während eines Road-Trips

Wir waren gut vorbereitet für die plötzliche Abkühlung, denn wir hatten für jeden Stopp die durchschnittliche Temperatur ermittelt die während unserer Reise herrscht. Ihr denkt sicher das ist verrückt – aber während in Bryce die Nacht-Temperatur auf 0°C sinkt, war die Tagestemperatur in Las Vegas dann wenige Tage später 46°C … ist fürs packen nicht unwichtig. 


Die richtigen Schuhe

Die Wanderwege in Bryce sind staubig und aus kleinem Geröll gemacht. Nehmt Wanderschuhe die was aushalten können oder Turnschuhe die euch nicht zu schade sind wenn sie zugestaubt und abgerieben werden.

VR 360° Fotos – Rundum Bilder

Auch in Bryce haben wir wieder Rundum-Bilder gemacht mit denen ihr auch mit eueren VR Brillen direkt einsteigen könnt – oder einfach anklicken und herumwischen.

Bryce Canyon Entry Navajo Loop - 360 VR Photo USA Roadtrip
Thors Hammer
Bryce Canyon Wall street - 360 VR Photo USA Roadtrip
Wall Street
Bryce Canyon Wallstreet Trees - 360 VR Photo USA Roadtrip
Die Bäume von Wall Street

Empfehlung

Bryce hat natürlich ganz klar eine Empfehlung von uns – auch im Sommer wenn Hochsaison ist hat man nicht das Gefühl dass es überlaufen ist. Auch findet man auf den Wanderwegen einzigartige Blickwinkel und Landschaften.


The hoodoos of Bryce Canyon

During our motorhome road trip in the USA we also stopped at Bryce Canyon and one of the best ways to enjoy Bryce Canyon is to hike down to the hoodoos. Navajo Trail is the most recommended trail – but here is the trick … you have to start at SUNSET POINT and do the trail backwards … this way you start by going down and have a easy back up instead of having the hardest part at the end.

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